Sie stehen hier auf der Spornegg Richtung Süden

Bildlegende

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Chesteberg
Gislifluh
Homberg
Wasserfluh
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Strihen
Villiger Geissberg (Steinbruch)
Rotberg
Laubberg b. Wil
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10
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Bötteberg
Besseberg
Schwarzwald
A
B
C
D
Villigen
Paul Scherrer-Institut
Böttstein (a + b Tafelstandorte)

Leuggern (d Tafelstandort)

Die „Mandacher Störung„
Achten Sie auf die Geländeform des Villiger Geissberges (6) einerseits und vergleichen Sie diesen mit dem Rotberg (7), dem Bötteberg (9) und dem Besseberg (10) andererseits. Es wird Ihnen auffallen, dass der Geissberg eindeutig ein Tafeljuraberg ist, während es sich bei den andern drei um Auffaltungen handelt.

Der Jura ist entstanden, indem der kristalline Grundgebirgssockel in Richtung südwesten unter das Aarmassiv abglitt. Dadurch mussten die Schichten irgendwo zwischen Schwarz-wald und Alpen brechen und sich auffalten. Dies geschah in den letzten zweieinhalb Millionen Jahren.

Vom Genfersee bis nach Dielsdorf bildeten sich riesige Falten, genannt der Faltenjura. Zwischen dem Faltenjura und dem Schwarzwald wurden die Schichten auf dem leicht ansteigenden kristallinen Grundgebirge, in waagrechter Lage bleibend, angehoben.

Im Raum Böttstein-Mandach geschah allerdings etwas Eigenartiges. Mitten zwischen den Tafelbergen bildete sich eine kleinere Bruchstelle, die sogenannte „Mandacher Störung„. Dort haben wir demzufolge einen „bezirkseigenen, kleinen Faltenjura„.

Übrigens seit den 1960er Jahren gibt es am Geissberg auch wieder Gämsen. Damals wurden einige Tiere ausgesetzt, die sich inzwischen prächtig vermehrt haben.

Am westlichen Ende des Villiger Geissberges befindet sich der 145 m hohe Funkturm. Eine Wanderung dorthin lohnt sich. Die Aussicht ist überwältigend. Der Punkt ist von Villigen oder vom Bürensteig aus erreichbar. (Der Turm kann nicht bestiegen werden!)

    Bitte nicht berühren:
    Sollte Ihnen im Frühling irgendwo in einer Wiese ein Rehkitz begegnen, dürfen Sie dieses auf keinen Fall berühren. Das Muttertier nimmt sonst den menschlichen Geruch wahr und lässt das Kitz im Stich. Es müsste elend verhungern.

Bild: