Sie stehen hier auf dem "Gweslig" auf einer Moräne aus der Riss- Eiszeit

Bildlegende

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Egg D (mit Funkturm)
Birnberg D
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Kalter Wangen 645 m ü.M. D
Bergwald D
A
B
Lienheim
Bergöschingen D
CGugenmühle D

Die ‘Ebni’, wo Sie sich jetzt befinden, ist eine Moräne aus der Eiszeit.

Kaum zu glauben! Aber während der vorletzten Eiszeit (Riss-) stiessen die Gletscher aus dem Alpenraum bis in den Raum Möhlin vor. Dort war damals die äusserste Grenze der Vereisung. Als dann das Klima nach und nach wärmer wurde, zogen sich die Eismassen wieder zurück. Allerdings, durch Klimaschwankungen bedingt, kam es hin und wieder zu einem längeren Stillstand. So auch hier, an diesem Standort. Die Form der Moräne ist noch sehr gut sichtbar. Beidseits des Rheines reichen die Schutthügel bis an dessen Ufer. Es handelt sich vor allem um lehmigen Sand mit Blöcken und Steinen durchsetzt. Das geschah alles vor etwa 230 000 - 100 000 Jahre vor unserer Zeit.
(Literraturhinweis: Walter Wildi / Erdgeschichte und Landschaften im Kanton Aargau / ISBN 3-7941-2461-8)

Der Rhein fliesst noch gar nicht so lange hier durch.
Nachdem sich die Gletscher weit in die Alpen zurückgezogen hatten, war die Landschaft natürlich vollständig verändert. Spuren früherer Eiszeiten waren weitgehend verwischt. Der Rhein floss aber noch nicht dort unten durch, wo wir ihn heute sehen. Sein Bett war damals im Klettgau. Das grosse weite Tal (nördlich der Küssaburg) zwischen Neuhausen, Wilchingen, Erzingen und Koblenz. Erst bei Koblenz traf er mit der Thur zusammen, welche das heutige Rheinbett damals beanspruchte. Vor ungefähr 75 000 Jahren vor unserer Zeit, begann eine nochmalige Vereisung, die Würm-Eiszeit. Der Rheingletscher schaffte es nochmals bis nach Neuhausen. Weiter nicht mehr. Dadurch entstand in Neuhausen ein Moränenhügel, der dem Rhein den weiteren Zutritt ins Klettgau verwehrte. Also blieb ihm keine andere Möglichkeit, als die Felsbarriere, dort wo sich heute der Rheinfall befindet zu durchbrechen und das Bett der Thur zu ‘erobern’. So fliesst also der ‘gute, alte Vater Rhein’ erst seit zirka 12 000 Jahren durch sein heutiges Bett.



Küchenschellen
Gehen Sie von hier aus etwa 250 Meter weiter Richtung südosten und folgen Sie dann rechts dem Strässchen nach Mellstorf. Am Südhang des von diesem Standort aus sichtbaren höchsten Punkt (Gweslig, 505.1 m ü. M.) befindet sich das einzigartige Küchenschellenreservat. Sie blühen sehr früh, ungefähr im März/April.
Aber bitte - nicht pflücken oder ausgraben. Sie sind unter Naturschutz.
Noch ein wichtiger Hinweis:
Sollte Ihnen im Frühling irgendwo in einer Wiese ein Rehkitz begegnen, dürfen Sie dieses auf keinen Fall berühren. Das Muttertier nimmt sonst den menschlichen Geruch wahr und liesse das Kitz im Stich. Es müsste elend verhungern


Niemals berühren

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